Rhabarber

Das Gemüse mit dem erfrischenden Geschmack stammt ursprünglich aus dem Himalaya und braucht im Winter einen Kältereiz von 12 bis 16 Wochen um im Frühjahr wieder Blüten austreiben zu können. Ansonsten ist Rhabarber relativ anspruchslos und für den Anbau in unseren Breitengraden gut geeignet.

In Europa genießt man Rhabarber seit  dem 18. Jahrhundert, in Russland kultivierte man die säuerlichen Stauden schon ca. 200 Jahre früher. Die, je nach Sorte, rötlichen oder grünen Stängel haben wenige Kalorien, sind reich an Mineralien, wirken entwässernd und regen die Darmperistaltik an. Zu Kompott verarbeitet wirken sie sanft reinigend auf den Darm.

Trotzdem sollte Rhabarber nur in Maßen genossen werden, da er auch über einen hohen Gehalt an Oxalsäure verfügt. Diese ist vor allem bei Kindern, älteren Leuten oder Menschen mit Nierenproblemen auch in geringeren Mengen nicht zum Verzehr zu empfehlen. Oxalsäure bindet Kalzium, weshalb die empfohlene  Zubereitung des Rhabarbers das Hinzufügen von Milch und das Schälen und/oder Blanchieren der Stangen beinhaltet.

Erdbeeren eignen sich übrigens hervorragend als Duett Partner für Torten oder Marmeladen. Sie verfügen über einen niedrigen Nitratgehalt und schaffen dadurch einen guten Ausgleich zum Rhabarber. Die Blütenansätze der Staude können für Salate verwendet werden wohingegen die Blätter aufgrund der sehr hohen Konzentration an Oxalsäure für Menschen ungenießbar sind.

Rhabarber kann, in ein feuchtes Tuch eingeschlagen und kühl gehalten, für längere Zeit gelagert werden. Auch einige  Zeit im Tiefkühlfach verträgt er gut.